Wie gleiche ich Unebenheiten im Boden vor dem Verlegen aus?

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Wie gleiche ich Unebenheiten im Boden vor dem Verlegen aus?

Bevor Sie sich für eine Ausgleichsmasse oder Spachtelmasse entscheiden, prüfen Sie zunächst die Art und das Ausmaß der Unebenheiten. Kleine Vertiefungen bis etwa fünf Millimetern gleichen Sie mit selbstverlaufender Ausgleichsmasse aus, die Sie mit einem Zahnspachtel oder einer Glättkelle dünn auftragen. Bei größeren Höhenunterschieden von mehreren Zentimetern ist eine Trockenschüttung aus Blähton oder Perlite die bessere Wahl, da sie Gewicht spart und auch wärmedämmend wirkt. Wichtig ist, dass der Untergrund tragfähig, trocken und frei von Staub, Fett oder losen Teilen ist. Saugen Sie gründlich ab und grundieren Sie den Boden mit einer Haftgrundierung, damit die Ausgleichsmasse nicht zu schnell Wasser entzieht und rissig wird. Mischen Sie die Masse exakt nach Anleitung an, idealerweise mit einem Rührquirl in einem sauberen Eimer, und gießen Sie sie zügig aus. Verteilen Sie sie mit einer Glättkelle und entlüften Sie mit einer Stachelwalze, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Arbeiten Sie immer von der hintersten Ecke Richtung Tür, damit Sie nicht auf der frischen Masse stehen müssen. Denken Sie daran, dass der gesamte Vorgang von der Vorbereitung bis zum Antrocknen nur wenige Stunden dauert – planen Sie daher genug Zeit ein, um alles in einem Zug durchzuziehen. Besonders bei alten Holzböden oder Estrich mit Rissen sollten Sie vor dem Ausgleich prüfen, ob der Schaden nicht tiefer reicht, denn hier ist bodenbelag und reparatur oft nur die halbe Lösung, wenn die Ursache etwa in Durchfeuchtung oder einem Wackelkontakt der Dielung liegt.

Nachdem die Ausgleichsmasse vollständig ausgehärtet ist – was je nach Produkt zwischen vier und 24 Stunden dauern kann –, kontrollieren Sie das Ergebnis mit einer langen Richtlatte oder einer Wasserwaage.  https://homelieb.de/ , schleifen Sie diese mit einem Schleifbrett oder einer Schleifmaschine mit feinem Korn ab und saugen den Staub erneut ab. Prüfen Sie auch die Ecken und Kanten, da sich dort häufig eine kleine Wulst bildet, die Sie mit einem Spachtel abziehen können. Vergessen Sie nicht, dass eine perfekt ebene Fläche die halbe Miete ist: Jede verbleibende Delle oder Erhebung wird später durch den neuen Belag entweder sichtbar oder führt zu Knarzen und Druckstellen. Bedenken Sie auch die Restfeuchte des Ausgleichs – bei Zementestrich darf diese vor der Verlegung von empfindlichen Materialien wie Parkett oder Vinyl einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Messen Sie daher mit einem Feuchtigkeitsmessgerät, das Sie oft im Baumarkt leihen können. Wenn Sie alles sorgfältig ausgeführt haben, können Sie den Boden nun mit einer dünnen Schicht Folie oder einer Trennlage schützen, bevor Sie den eigentlichen Belag verlegen. Denken Sie daran: Eine gute Vorbereitung ist das A und O, und wer hier spart, spart am falschen Ende – denn bodenbelag und reparatur gehören untrennbar zusammen, wenn Sie später keine bösen Überraschungen erleben möchten.


Ein häufiger Fehler ist es, die Ausgleichsmasse zu dick aufzutragen, in der Hoffnung, damit auch größere Höhenunterschiede zu kaschieren. Das führt jedoch zu Spannungsrissen und erhöhtem Gewicht auf der Decke, was besonders in Altbauten kritisch sein kann. Nutzen Sie stattdessen für Hohlräume über drei Zentimetern eine Zwei-Komponenten-Spachtelmasse oder eine Füllung mit grobem Quarzsand, die Sie schichtweise einarbeiten. Achten Sie zudem auf die Umgebungstemperatur: Ideal sind 15 bis 25 Grad Celsius, sonst härtet die Masse zu langsam oder zu schnell aus. Lüften Sie den Raum stoßweise, aber vermeiden Sie direkten Luftzug auf der frischen Fläche. Wenn Sie in einem Raum mit Fußbodenheizung arbeiten, schalten Sie diese mindestens 48 Stunden vorher ab und erst zwei Tage nach dem Trocknen wieder ein, um Temperaturschwankungen zu vermeiden. Nach dem vollständigen Aushärten sollten Sie den Boden noch einmal mit einem feuchten Tuch abwischen, um eventuelle Ausblühungen zu entfernen. Nur so garantieren Sie, dass der spätere Belag plan aufliegt und keine Hohlstellen entstehen, die sich bei Belastung bemerkbar machen. Und falls Sie unsicher sind: Bei sehr unebenen Altböden lohnt sich manchmal eine neue Trockenestrichplatte statt einer dicken Spachtelung, denn hier gilt wie so oft: Weniger ist mehr, und eine solide Basis ist die beste Voraussetzung für einen dauerhaft schönen Boden – auch wenn bodenbelag und reparatur dann etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.